Das Freelance-Playbook für Studenten: Vom Portfolio zu zahlenden Kunden

Eine ehrliche Schritt-für-Schritt-Anleitung für Studenten, die mit Websites für lokale Unternehmen echtes Geld verdienen wollen, auch ohne eine Zeile Code zu schreiben.

Leitfaden 8. April 2026 8 Min. Lesezeit Codrik Team
Das Freelance-Playbook für Studenten: Vom Portfolio zu zahlenden Kunden

Die meisten Freelance-Tipps für Studenten sind entweder zu schwammig (bau dir eine Personal Brand) oder zu zynisch (verlange ab Tag eins fünfstellige Beträge). Beides hilft dir nicht, wenn am Freitag die Miete fällig ist und du null Kunden hast. Das hier ist das Playbook, das ich mit 21 gerne in der Hand gehabt hätte: wie du in ungefähr drei Wochenenden vom absoluten Anfänger zum ersten zahlenden Kunden kommst. Die Tools haben sich seit damals geändert, das Prinzip nicht. Du baust Beweise, klopfst an Türen, erscheinst vorbereitet und nimmst einen fairen Preis.

Bau dein Portfolio an einem Wochenende, nicht in einem Semester

Niemand engagiert einen Freelancer mit leerem Portfolio, und niemand erwartet von einer 21-Jährigen schon zehn Kunden. Der Trick ist, den Kreislauf vorzutäuschen, ohne die Arbeit vorzutäuschen. Such dir drei Branchen aus, die du spannend findest, etwa ein veganes Cafe, eine kleine Anwaltskanzlei und einen Friseursalon, und bau für jede eine vollständige fiktive Website. Codriks Student Builder Tarif ist kostenlos und kommt mit 100 Credits, du baust diese drei Seiten also an einem Wochenende ohne einen Cent auszugeben. Gib jeder einen echt klingenden Namen, eine realistische Speisekarte oder Leistungsliste, Fotos von Unsplash und eine Uber-uns-Seite, die menschlich wirkt. Sonntagabend hast du ein Portfolio, das aussieht, als hattest du das schon ein Jahr gemacht.

Den ersten Kunden findest du zu Fuss, nicht beim Scrollen

Vergiss Upwork und Fiverr erstmal. Dein erster Kunde sitzt 15 Gehminuten von deiner WG entfernt. Offne Google Maps, such nach Backern, Anwalten, Friseuren, Klempnern, Zahnarzten und Physiotherapeuten in deinem Viertel und klick jeden einzeln durch. Notier dir die, die keine Website haben, ein kaputtes Wix von 2014 oder nur eine Facebook-Seite. Das ist deine Liste. Ziel sind 30 Namen. Diese Inhaber warten nicht auf einen glatten Agentur-Pitch, sie sind im Stress mit ihrem Laden und wissen leise, dass sie neben der Konkurrenz veraltet aussehen. Du bist die gunstigste, freundlichste und lokalste Losung, die sie dieses Jahr sehen werden.

Die Erstansprache, auf die wirklich geantwortet wird

Geh in einer ruhigen Stunde personlich rein, oder schick eine kurze Mail, wenn du dich live noch nicht traust. Bleib menschlich und konkret. Versuch das: "Hallo, ich bin Student an der [Uni] und mir ist aufgefallen, dass Ihre Backerei noch keine Website hat. Ich baue Seiten fur kleine Unternehmen und wurde Ihnen gerne kostenlos zeigen, wie Ihre aussehen konnte. Kann ich Donnerstagnachmittag fur zehn Minuten vorbeikommen?" Achte darauf, was fehlt: kein Fachjargon, keine SEO-Versprechen, kein Preis. Du verkaufst noch nicht, du bittest nur um zehn Minuten. Aus 30 Nachrichten kommen erfahrungsgemass 3 bis 5 Zusagen zuruck. Das reicht zum Anfangen.

Live demonstrieren, nicht nur daruber reden

Hier verlieren die meisten Studenten den Deal: Sie kommen mit einer Folienprasentation. Mach es anders, nimm deinen Laptop mit, offne Codrik im Voice Modus und bau dem Kunden direkt vor seinen Augen in 10 Minuten einen Entwurf seiner Website. Stell dem Inhaber drei Fragen: Was verkaufen Sie, wer ist Ihr typischer Kunde, wann haben Sie geoffnet. Sprich die Antworten in Codrik und lass die Seite live entstehen. Der Inhaber sieht zu, wie sein Geschaft mit seinem Namen auf dem Bildschirm Form annimmt. Nichts schliesst einen Deal schneller als dieser Moment des Wiedererkennens. Er hort auf zu uberlegen "brauche ich eine Website" und fangt an zu fragen "wann kann ich diese hier haben".

Preise setzen ohne dich zu verkaufen oder zu uberreizen

Als Student konkurrierst du nicht mit Berliner Agenturen, die 8.000 Euro fur eine Corporate-Seite verlangen, und du sollst es auch nicht so tun. Ein fairer Studentenpreis fur die Website eines lokalen Unternehmens liegt bei 350 bis 1.000 Euro. Biete einen Festpreis statt Stundensatz, denn Inhaber hassen Unsicherheit. Eine typische Backerei oder Friseur-Seite landet bei 500 Euro. Eine kleine Kanzlei mit mehr Unterseiten eher bei 800 Euro. Pack 10 Euro pro Monat fur Hosting drauf, wenn du es betreuen sollst. Wenn der Kunde zusagt, zahlst du auf Codrik die Client Handover Gebuhr von rund 80 Euro, die dir White-Label-Ubergabe, eigene Domain und den vollen Quellcode-Download freischaltet. Bei einem 500 Euro Projekt bleiben dir nach Hosting-Setup und Handover rund 400 Euro. Das ist echtes Geld fur ein Wochenende Arbeit.

Ubergabe, Vertrage und tatsachlich bezahlt werden

Schick einen einseitigen Vertrag, bevor du anfangst. Drinstehen sollte, was du baust, wann du lieferst, was enthalten ist (meistens 5 Seiten, mobil responsiv, Kontaktformular), und was extra kostet (Logo, Texte, Fotoshooting). Nimm 50 Prozent im Voraus, 50 Prozent bei Lieferung. Nutz eine simple Rechnungsvorlage, keinen mundlichen Handschlag. Wenn das Projekt fertig ist, zahl die Codrik Handover Gebuhr, ubergib den Quellcode oder ubertrag das Projekt auf seinen Account, und zeig dem Kunden, wie er per Voice Modus seine Offnungszeiten oder Speisekarte selbst andert. Die meisten werden es nie anfassen, was genau der Grund ist, warum du gleich den nachsten Schritt anbietest.

Vom Einmal-Auftrag zum monatlichen Einkommen

Einmal-Honorare sind eine Falle, wenn du immer nur Einmal-Honorare machst. Das eigentliche Spiel sind wiederkehrende Einnahmen. Bietet jedem Kunden ein Wartungspaket an: 60 bis 120 Euro pro Monat fur Hosting plus kleine monatliche Anpassungen, neue Fotos, saisonale Menus, Blogartikel, Feiertagsbanner. Da Codrik Anderungen per Stimme oder Chat erledigt, wird aus einem 30-Minuten-Call mit dem Inhaber noch am selben Nachmittag eine live ausgespielte Anderung. Bring 10 Kunden auf Monatsplane und du hast 600 bis 1.200 Euro passives Einkommen, bevor du dein Diplom in der Hand hast. Das ist die Miete bezahlt, mit Stunden ubrig zum Lernen, neue Seiten zu bauen und herauszufinden, was fur ein Freelancer du eigentlich werden willst.